Unser Kino

Kurzer Rückblick in die Kinogeschichte

Der Ursprung des Hauses
Das im Jahre 1870 erbaute Bürgerhaus, direkt am Bahnhof Friedrichshagen gelegen, verfügte über einen Tanzsaal, der sich als separates Gebäude neben dem Stammhaus befand. Man betrat diesen Saal durch das Bürgerhaus selbst, zur Straße hin gab es keinen Eingang, lediglich Fenster.

Der Anfang des Kinos
Der Tanzsaal wurde 1913 zum Kino umgebaut. Ein neues Gesetz, das jede Tanzveranstaltung verbot, um den Ehemännern in den Schützengräben des
beginnenden 1. Weltkrieges ein besseres Gefühl zu geben, machte einen Tanzsaal als solchen nicht mehr nutzbar. Die vorherige Kutschendurchfahrt wurde im Zuge des Umbaus zu einem Kino durch den Anbau des heutigen Foyers geschlossen. Der Saal erhielt einen Rang. Der Spielbetrieb wurde im 2. Weltkrieg durch Bombenschäden unterbrochen. Nach Wiedereröffnung in den frühen 50ern brach ein Feuer aus und ruinierte Teile des Objekts. Nichtsdestotrotz wurde es wieder repariert. Die Materialknappheit nach dem Krieg und in der DDR ist heute noch an vielen Baudetails zu erkennen.

Nach der Maueröffnung
1994 verkaufte die Treuhand das Kino an den Entertainer „Lippi“. Dieser hatte große Pläne und beantragte eine Abrissgenehmigung. Ende der 90er Jahre verkaufte Wolfgang Lippert die Immobilie an einen Bauunternehmer, der im alten Gebäude ein Multiplex-Kino errichten wollte. Doch auch aus seinen Plänen wurde nichts. Der Spielbetrieb wurde 1998 eingestellt. Durch die lange Tradition des Kinos und den ausgeprägten Lokalpatriotismus der Friedrichshagener formierte sich nach der Schließung die Bürgerinitiative „Rettet das Kino Union“, die großen Zuspruch bei der Bevölkerung fand. Es gab Demonstrationen, Beschwerdebriefe und Unterschriftenlisten.

Wiedereröffnung
Im Jahr 1998 bin ich, Matthias Stütz, nach Friedrichshagen gezogen und habe hier mein Studium der Architektur abgeschlossen. Der Verfall des leer stehenden Kinos und mein Interesse an Filmkunst sowie die Bekanntschaft zu einigen Personen aus dem Kreis der oben genannten Bürgerinitiative bewogen mich dazu, über die Wiedereröffnung des Kinos nachzudenken. Im Mai 2003 schlossen der Eigentümer der Immobilie und ich einen Mietvertrag. Die Renovierungsarbeiten, die notwendig waren, um das Kino überhaupt als solches nutzen zu können, durfte ich mit der anstehenden Miete verrechnen. Die Gesamtinvestition in den Monaten vor der Eröffnung betrug über 110.000 €.
Im Dezember 2003 startete ich den Kinobetrieb, um die Nachhaltigkeit des Wunsches der Bevölkerung nach einem Filmtheater zu testen. Mit dem neuen und bewährten Konzept einer Mischnutzung, d. h. neben dem Kinobetrieb auch Veranstaltungen aller Art durchzuführen, verbesserte sich die Auslastung des Hauses. Durch die Vielseitigkeit der Veranstaltungen wurde eine Vergrößerung des potenziellen Besucherkreises erreicht. Bereits die 1. Vorstellung war ausverkauft.

Das Kino heute

Unsere Vision
2014 und 2015 waren die Jahre, in denen sich das Haus des alten Ein-Saal-Kinos verdoppelte. Auf dem ehemaligen Kinohof entstand ein Neubau, der zwei weiteren Säle Platz bietet. Das Kino UNION ist heute ein 3–Saalkino.
Die Vision von gestern ist heute Wirklichkeit. Wir spielen auch große Produktionen ab Start und haben genug Platz für Dokumentationen. Ein Traum wird wahr.
Zusätzlich sind die Besucher voll des Lobes über die gelungene Saalgestaltung und die neue Technik. Es gibt sogar Gäste, die bislang täglich kamen und jedes Mal einen anderen Film anschauten.
Wir fühlen uns in der Zukunft angekommen.–

Das Foyer
beginnt an der Eingangstür an der Straße und erschließt alle weiteren Räume des Hauses. Direkt am Eingang beginnt auch der Bistrotresen, im weiteren Verlauf gibt es einen Verzehrtresen mit 10 Barhockern, 22 Verzehrplätzen und den zweiten Foyertresen.

Der Bistrotresen
ist ca. 8 m lang und ausgestattet mit folgenden Geräten: diverse Kühl- und Tiefkühltechnik, Panorama-Vitrinen, Umluftofen, Kontaktgrill, Popcornmaschine, Geschirrspüler, Entsafter, Mixer, Espressomaschine, Kaffeemühlen, Wasserkocher ...
Das Angebot am Bistrotresen beinhaltet eine Vielzahl an div. Getränken, Snacks, Eis, Kuchen und Feinkost Snacks (z.B. ein Schälchen Oliven oder Käse).

Der neue zweite Kinotresen im Foyer
wird täglich zu den besucherstarken Vorstellungen geöffnet. Dort gibt es neben Kinokarten auch die im Kino üblichen Snacks. Sowie ein umfangreiches Getränkeangebot. Bei größeren Veranstaltungen funktioniert der Kinotresen auch als Bar.

Die 3 Kinosäle
funktionieren zu über 95% der Veranstaltungen als Kinosaal, sind aber auch multifunktional nutzbar. Die Säle sind sehr locker bestuhlt, mit breiten Gängen und Treppen, viel Fußraum und vielen individuellen Plätzen: Wohlfühlen geht vor Kapazität.
Zudem sind neben den Kinostühlen auch jeweils eine Bar und Platz für Performances vorhanden. Der neue Saal im EG ist aufwendig akustisch entkoppelt, nächtliche Actionfilme oder laute Veranstaltungen dürften die Nachbarn ruhig schlafen lassen. Auch sind alle Säle baulich akustisch voneinander entkoppelt und können unabhängig voneinander betrieben werden. So kann z.B. ein ruhiges Jazz Konzert im Neuen Saal parallel zu einer Kinovorstellung im 1. OG laufen.

Der Kellersaal
wird im Tagesbetrieb nicht betrieben, verfügt aber über eine Tanzfläche, eine Bar und 3 Sitznischen, mit je 7 Plätzen.

Die 3 Saalbars und die Kellerbar
sind im täglichen Betrieb nicht geöffnet und werden nur nach Bedarf für Sonderveranstaltungen in Betrieb genommen. Diese Bars sind derart gebaut, dass sie abschließbar sind und die Inbetriebnahme ohne großen Aufwand erfolgen kann.

Die Säle sind für private oder geschäftliche Feiern buchbar.
Wir freuen uns auf Ihre Anfrage.